Das Buch „Der Michael-Porter-Bericht von 1994 neu betrachtet – Portugal: 1994, 2025 und 2030“, verfasst von André Paula Santos, Alcino Lavrador und Bruno Damásio und veröffentlicht von a2AI Consultores – Analytics Artificial Intelligence, Lda., wurde vorgestellt.
Mehr als 30 Jahre später greift das Buch die von Michael Porter erarbeitete Studie zur Wettbewerbsfähigkeit Portugals erneut auf und analysiert die Entwicklung der portugiesischen Wirtschaft. Dabei werden die heute anerkannten Wettbewerbscluster untersucht und Wege sowie Prioritäten aufgezeigt, um bis 2030 mehr Wertschöpfung und Wohlstand in Portugal zu schaffen.
Mit einem Vorwort von Dr. Eduardo Catroga, Beiträgen von Mira Amaral und Luís Todo Bom sowie einer Botschaft des ehemaligen Premierministers und Staatspräsidenten Aníbal Cavaco Silva regt das Buch zur Reflexion darüber an, was sich seit 1994 verändert hat, was noch nicht umgesetzt wurde und vor welchen Herausforderungen Portugal steht, um seine Wettbewerbsfähigkeit im kommenden Jahrzehnt zu stärken.
AMPERE HUB: eine strategische Chance für Mikroelektronik und Halbleiter
Zu den Initiativen, die für diese Zukunftsperspektive von besonderer Bedeutung sind, gehört der AMPERE HUB – Kompetenzzentrum für Mikroelektronik und Photonik für Chips der Zukunft, der im Buch als strategisches Projekt zur Stärkung der Position Portugals in den Bereichen Mikroelektronik, Photonik und Halbleiter hervorgehoben wird.
Das AMPERE-Projekt sieht die Schaffung eines Kompetenzzentrums für Halbleiter, Mikroelektronik und integrierte Photonik im PCI – Parque de Ciência e Inovação de Ílhavo in der portugiesischen Zentralregion vor. Das Projekt soll als Technologie-Hub fungieren, der die industrielle Entwicklung beschleunigt, die technologische Leistungsfähigkeit Portugals stärkt und Unternehmen, wissenschaftliche Kompetenz und Innovationsinfrastrukturen miteinander verbindet.
Die Initiative steht im Einklang mit der regionalen Strategie der CCDR Centro – Regionalen Koordinierungs- und Entwicklungskommission der Zentralregion zur Förderung von Mikroelektronik und Halbleitern. Damit trägt sie zur Stärkung der Spezialisierung der Zentralregion in einem Bereich bei, der für die technologische und industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas von strategischer Bedeutung ist.
Die Schaffung des AMPERE HUB bietet die Möglichkeit, die Innovationskapazität der Zentralregion zu stärken, eine ausgewogenere territoriale Verteilung technologischer Aktivitäten zu fördern und die Voraussetzungen für die Entwicklung hochpräziser und wertschöpfungsintensiver Technologien zu schaffen.
Gleichzeitig kann das Projekt andere Technologiezentren und Hubs in weiteren Regionen Portugals ergänzen und damit zur Entwicklung eines stärker vernetzten und wettbewerbsfähigeren nationalen Ökosystems entlang der Wertschöpfungsketten von Halbleitern, Mikroelektronik und Photonik beitragen.
Die Erwähnung von AMPERE in einem Buch über die Wettbewerbsfähigkeit Portugals unterstreicht die strategische Bedeutung dieser Initiative und die Notwendigkeit, Mikroelektronik und Halbleiter weiterhin auf der nationalen Agenda zu halten sowie Partner, Investitionen und geeignete Finanzierungsinstrumente für die Umsetzung des Projekts zu mobilisieren.
Vor dem Hintergrund der europäischen Bestrebungen, die Widerstandsfähigkeit und strategische Autonomie der Halbleiter-Wertschöpfungsketten zu stärken, können Initiativen wie AMPERE dazu beitragen, Portugal in Technologiebereichen mit hohem Potenzial für Wachstum, Innovation und industrielle Entwicklung zu positionieren.
Informationen zur Veranstaltung: Wirtschaftskammer/Order of Economists – Präsentation des Buches „The 1994 Michael Porter Report Revisited“