Die Europäische Kommission hat die neue Charta für den Zugang industrieller Nutzer zu Forschungs- und Technologieinfrastrukturen verabschiedet. Ziel der Initiative ist es, europäischen Unternehmen den Zugang zu erstklassigen Forschungsinfrastrukturen zu erleichtern und die Zusammenarbeit zwischen Industrie sowie Wissenschaft und Forschung zu stärken.
Diese Initiative ist insbesondere für das portugiesische Mikroelektronik-Ökosystem von großer Bedeutung, da sie die Ziele der Technologie-Hubs für Mikroelektronik in der Region Centro unterstützt. Diese Hubs bringen Unternehmen, Universitäten und Forschungszentren zusammen und stellen spezialisierte Infrastrukturen, modernste Ausrüstung sowie technisches Know-how bereit, um die Entwicklung, Erprobung und Validierung neuer Technologien zu beschleunigen.
Mit der neuen Charta soll Start-ups, Scale-ups und KMU der Zugang zu hochmodernen Laboren, Pilotlinien, Testumgebungen und großen wissenschaftlichen Infrastrukturen erleichtert werden. Dadurch sollen Entwicklungszeiten verkürzt und innovative Produkte und Dienstleistungen schneller auf den Markt gebracht werden.
Laut Ekaterina Zaharieva, EU-Kommissarin für Start-ups, Forschung und Innovation, benötigen innovative Unternehmen Zugang zu modernsten Forschungsinfrastrukturen, um neue Lösungen zu entwickeln und zu validieren. Dies sei ein entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit Europas.
Die Charta basiert auf sechs Leitprinzipien, die Forschungs- und Technologieinfrastrukturen freiwillig übernehmen können:
- Verbesserung der Sichtbarkeit und Zugänglichkeit der angebotenen Dienstleistungen;
- Gewährleistung von Transparenz und hohen Qualitätsstandards;
- Vereinfachung von Verträgen und Verwaltungsverfahren;
- Förderung eines sicheren Managements geistigen Eigentums;
- Bereitstellung individueller Unterstützung für Unternehmen;
- Förderung der Zusammenarbeit zwischen Infrastrukturen sowie des Wissens- und Datenaustauschs.
Diese Grundsätze entsprechen auch der Vision für die Entwicklung der Technologie-Hubs in der Region Centro. Ziel ist es, ein offeneres und kooperativeres Umfeld für Unternehmen zu schaffen und die vorhandenen wissenschaftlichen und technologischen Kompetenzen zur Bewältigung industrieller Herausforderungen zu nutzen.
Durch die Förderung eines besseren Zugangs zu Forschungsinfrastrukturen stärkt die Europäische Kommission einen der wichtigsten Bausteine industrieller Innovation: die Verbindung von Forschung und Markt sowie die schnellere Entwicklung von Technologien mit hoher Wertschöpfung.
Die Europäische Kommission ruft Forschungs- und Technologieinfrastrukturen in ganz Europa dazu auf, sich der Charta freiwillig anzuschließen. Unterstützt wird die Umsetzung durch eine Informationskampagne mit Webinaren, Veranstaltungen und einem offenen Repository bewährter Verfahren.
Diese Initiative stellt einen weiteren wichtigen Schritt zum Aufbau eines stärker integrierten und wettbewerbsfähigeren europäischen Innovationsökosystems dar und unterstreicht die zentrale Rolle von Forschungs- und Technologieinfrastrukturen als Motoren für Innovation und industrielles Wachstum.
Autor: Europäische Kommission (Bearbeitung durch die Agenda Microeletrónica)
Vollständige Meldung: https://portugal.representation.ec.europa.eu/atualidade-e-eventos/atualidade/comissao-adota-novas-orientacoes-para-melhorar-o-acesso-das-empresas-infraestruturas-de-investigacao-2026-07-28_pt